SÜDFRANKREICH 2021

Eigentlich wollten wir ja irgendwie endlich mal wieder nach Thailand. Das war uns dann jedoch zu unsicher und wir haben uns schlussendlich für die Camargue und die Provence entschieden.
Am Samstag, 11.09.2021 um 09:10 Uhr sind wir in Winterthur losgefahren. Nach ca. 7 Stunden Autofahrt haben wir unser gestecktes Etappenziel erreicht und sind in unserer ersten, vorreservierten Unterkunft in der Nähe von Orange eingetroffen.
Le Mas Julien hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen. Von Valere, dem Besitzer,  wurden wir sehr freundlich auf seinem riesigen Grundstück empfangen. Ein alter und liebevoll restaurierter Bauernhof, inklusive beheiztem Pool und grosszügiger Gartenfläche, war unser Domizil für die ersten 2 Nächte.
Von dort aus haben wir die L'Isle sur la Sorgue, das Amphitheater von Orange und den Pont du Gare besucht.

Danach ging es weiter in die Camargue nach Saintes-Marie-de-la-Mer. Auch hier haben wir eine Unterkunft bereits vorreserviert. Ein alter Reiterhof mitten im Naturschutzgebiet, der jetzt als Gästehaus funktioniert. Leider haben wir uns das Zimmer nicht vorher angeschaut und voreilig noch eine weitere Nacht zusätzlich gebucht. Die Bilder des Zimmer werden wir euch ersparen. In der Umgebung gab es, neben der spektakulären Landschaft der Camartgue, auch einige sehenswerte Orte zu bestaunen. Wir waren in Arles, Aiges Mortues inkl. der Saline, Les Beaux de Provence und Aix-en-Provence.

Die nächste Unterkunft hat Babs via Internet gesucht. In Bandol, zwichen Marseilles und Toulon sind wir fündig geworden. Wir werden von Thierry und Alain in ihrem Gästehaus sehr herzlich begrüsst und in unser Zimmer geführt. Alles auf modernstem Stand, tadellos gepflegt und sehr geschmackvoll eingerichtet. Inklusive beheiztem Pool, Sauna und Whirlpool. Nach dem ersten Tag beschliessen wir, unsere gebuchten 2 Nächte auf 4 Nächte zu verlängern. Wir müssen dafür nach 2 Nächten unser Zimmer wechseln, das ist es uns aber wert.
Von hier aus erkunden wir die Küste der Provence und besuchen Orte wie Sanary-sur-Mer, Cassis inkl. der Calanques, Saint-Cyr-sur-Mer und Hyères. Vor allem sehenswert war die Route des Crêtes, eine Strasse auf dem Bergrücken entlang der Küste mit einem sensationellen Ausblick. Da sind wir nicht nur einmal drübergefahren.

Das nächste B&B war das letzte auf unserer Reise. Aber ..... der Hammer. Babs hat das wieder auf der uns bereits bekannten Website gefunden und für 3 Nächte gebucht. Wir waren uns aber nicht so sicher ob es dann auch klappt, weil wir ausser der Bestätigung der Reservation nichts gehört haben. Als wir das Haus dann gefunden haben, standen wir vor einem grossen braunen Tor. Keinerlei Hinweis auf ein B&B. Also mal geklingelt. Als das Tor dann automatisch aufgegangen ist, fuhren wir mit dem Auto über einen Kiesweg bis vor den Eingang. Wir haben uns auf dem Weg gefühlt wie in einem Schloss.
Da haben wir uns  kurz gefragt, ob wir hier wirklich am richtigen Ort sind. Von Pascale und Jean-Christophe wurden wir aber aufs herzlichste begrüsst, da konnte es nicht falsch sein.
Wir haben unsere 3 gebuchten Nächte sofort um zwei weitere ergänzt. Wir waren die ganzen 6 Tage die einzigen Gäste. 
Von hier aus haben wir dann so bekannte Orte wie Saint Tropez, Cotignac, Tourtour, Abbaye le Thoronet und die Gorge du Verdon erkundet.
Das malerische Tourtour ist ein typisches provenzalisches Dorf mit alten mittelalterlichen Steinhäusern, engen Gassen und viel Charme. Überall schattige Plätze und Zugang zu Brunnen und Quellwasser und vor allem- auch in der Hochsaison relativ wenig Touristen. Es gibt viele nette Boutiquen, Geschäfte und Restaurants welche zum Bummeln einladen.
Die Abbaye du Thoronet ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster und liegt ziemlich abgelegen etwa 5 Kilometer westlich von Le Thoronet. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
La Gorges du Verdon, auch “Grand Canyon du Verdon” genannt, ist eine in Europa einzigartige Schlucht. Auf über 33km Länge  hat der türkisfarbene Fluss Verdon eine 400 - 700 Meter tiefe Schlucht ins Kalk-Massiv gegraben.
Saint Tropez musste dann zum Schluss einfach noch sein. Von unseren Gastgebern haben wir den Tipp bekommen, mit dem Auto nicht direkt nach Saint Tropez zu fahren, sondern nach Saint Maxime und von dort aus mit einem "Green Boat" überzusetzen. In Saint Tropez gibt es viel zu wenig Parkplätze. Die Überfahrt dauert nur 15 Minuten. Saint Tropez ist eine wirklich schöne kleine Stadt mit eigenem Charme. Das "Schicki-Micki Dings" spürt man eigentlich nur um den Hafen. Vor allem auch wegen der mehr oder weniger pompösen Schiffe. Im Dorf selber war das nicht so im Vordergrund und auch die  Preise waren im normalen Rahmen.

Am Schluss unserer Reise nach Südfrankreich haben wir, trotz zurückgelegten 2770.7 Kilometer, nicht annähernd das gesehen was wir uns bei der Planung mal vorgenommen haben.
Wir besuchten aber auch Orte und Plätze die nicht auf der Liste waren und haben uns auch ausserplanmässig den einen oder anderen Faulenzertag gegönnt.
Vor allem haben wir immer und überall (1 Ausnahme) gut gegessen, waren bei sehr netten und freundlichen Leuten untergebracht und haben uns wohlgefühlt.
Eine Fortsetzung ist nächstes Jahr bereits geplant.

Wir haben während dieser Ferien fast 2000 Fotods gemacht. Alle unsere Stationen bildlich anzuzeigen übersteigt die Kapazitäten. Deshalb beschränken wir uns auf ein paar wenige.

Abbaye de Thoronet:

Aiges Mortes:

Camarque:

Cassis und die Calanques:

Cotignac:

Tourtour:

Route de Crêtes:

Les Beaux de Provence:

Domaine de la Marache: