SANSIBAR 2022
Wir haben lange nicht gewusst, wo es dieses Jahr hingehen soll.
Zuerst hatten wir eigentlich gar keinen Plan, dann stand eine eventuelle Thailandreise im Raum und plötzlich haben wir 10 Tage Ferien in Sansibar gebucht.
Das dieser Entschluss noch einige Folgen hat, war uns zu diesem Zeitpunkt aber nicht bewusst.
Irgendwann stand dann eine Beratung durch die Reisemedizin des KSW an und dort resultierten dann für beide zuerst einmal diverse Impfungen.
Auch die Malariaprophylaxe war natürlich notwendig und aus lauter Vorsicht auch noch der Corona-Booster.
Der zweite Punkt war dann die plötzliche Erkenntnis, dass für Sansibar ein Visum notwendig ist. Die Empfehlung war, den Antrag mindestens 10 Tage vorher einzureichen. Wir hatten aber nur noch 8 bis zur geplanten Abreise. Also "schnell" noch erledigen. Das dieses "schnell" sehr viel Schreibarbeit ist, haben wir dann beim Ausfüllen bemerkt.
Zu unserem Erstaunen ist das Visum aber bereits am nächsten Tag per Mail bei uns eingetroffen. Unsere Schweissperlen waren unbegründet
Die Ferien beginnen am Freitag, 4. November 2022 um 22:30 Uhr auf dem Flughafen Zürich mit einem Edelweissflug nach Tansania (Zwischenlandung) und Sansibar.
Bei der Edelweiss ist ja bekanntlich der Sitzabstand für etwas grössere Menschen nicht wirklich ausreichend. Wir konnten leider nur für den Heimflug in der Eco-Max-Abteilung Sitze buchen. Dementsprechend unbequem waren die 8½ Stunden Hinflug.
In Tansania (Kilimanjaro Airport) mussten wir das Flugzeug verlassen und wurden in einer "Transithalle" zwischengelagert. Nach 1 Stunde konnten wir wieder einsteigen und den kurzen Flug nach Sansibar absolvieren.
Nach der doch eher mühseligen Einreise durch die Passkontrolle (schnell geht in Afrika nicht) haben wir dann unseren Transfer zum Hotel gefunden und sind 1 Stunde durch den abenteuerlichen Verkehr von Stonetown und dann die Landstrassen im Hotel angekommen. Schon jetzt war mir klar, dass wir hier garantiert kein Auto mieten werden.
Das Hotel war dann das was wir irgendwie erwartet haben. Grosse Anlage mit Palmen, Strand und Meer.
Unser Bungalow stand mittig in der Anlage, so dass wir überallhin etwa gleich weit hatten. Die Einrichtung war recht gemütlich. Nur die Matratze hatte so Ihre Probleme miit unseren Ansprüchen an Liegekomnfort. Ähnlich hart sind wir bis jetzt nur in Griechenland beglückt worden. Dafür waren die Liegen am Strand umso bequemer.
Das Essen war zu jeder Zeit ziemlich gut. Am Morgen wie überall ein Frühstücksbuffet mit reichhaltigem Angebot. Beim Nachtessen war jeden Abend ein Thema ausgeschrieben. Indien-Night, Italian-Night, Arabic-Night usw. mit vielen Ständen an denen entsprechende Spezialitäten angeboten wurden. Für die nicht so mediterranen Esser gab es zur Not jeden Abend den Pasta-Stand.
Zum Essen spielte dann auch jeden Abend eine andere Band. Meist für unsere Ohren brauchbar. Nur die Arabische Version war dann doch eher gewöhnungsbedürftig. Zum einen ging bei den Muskern die Post ab (gääähn) und das Gespielte und (leider) Gesungene war doch eher im Bereich der quietschenden Türen angesiedelt.
Hier ein paar Impressionen vom Hotel und Umgebung:
Unser Hauptaugenmerk lag auf Ausruhen und Geniessen. Deshalb haben wir auch nur an 2 Tagen Ausflüge gebucht. Zum einen in die Hauptstadt nach Stonetown und zum anderen in den Jozani Nationalpark und eine Gewürzfarm.
Stonetown ist kulturell und vom Baustil her sehr stark von Indien und Arabien geprägt. Sansibar war früher auch ein zentraler Sklavenumschlagplatz.
Grundsätzlich ist Stonetown eher am verfallen und nicht so schön anzusehen. Es hat aber viele kleine Läden und Märkte. Man muss aber wissen, wo man handeln kann und wo nicht. Zum Glück hatten wir einen hilfsbereiten Guide an unserer Seite. Dadurch wurden wir auch nicht permanent von Händlern belagert.
Unser nächster Ausflug führte uns als erstes in den Jozani Nationalpark. Das ist ein Urwaldgebiet, welches von 8 Dörfern im Zusammenschluss unterhalten wird.
Die Hauptattraktion sind die Red Colobus Affen, welche nur hier vorkommen. Anschliessend findet sich noch ein Mangrovenwald.
Danach fuhren wir auf eine Gewürzfarm wo wir sehr viel Wissenswertes und Interessantes erfahren haben. Vor allem auch, dass die Einheimischen nicht sehr viel von westlicher Arznei halten, sondern auf die natürlichen Heilmittel vertrauen.
Wir haben auch schnell gemerkt, dass hier keine pflanzerische Ordnung herrscht, sondern eher organisierter Wildwuchs. Da findet sich neben einem Zimtbaum eine Pfefferstaude und etwas weiter eine Ananasplantage und ein Aloe Vera Feld.
Das ganze war aber dennoch sehr interessant durch die detaillierten Erklärungen unseres des Guide.
Zum Schluss noch einige Impressionen:
Übrigens: Die Ausreise war noch viel mühsamer und zeitintensiver als die Einreise. Erstens weil wir schon beim Einchecken den Hinweis bekommen haben, dass unser Flug ca. 1½ Stunden Verspätung hat und dann das langweilige Anstehen bei der Passkontrolle. Eine ganze Halle voll Menschen und nur 4 Schalter offen. Dazu kommt das wahnwitzige Tempo der Beamten bei der Kontrolle.
Wir haben es dann irgendwann überstanden. Beim Gate dann nochmal eine Körper- und Gepäckkontrolle bevor man einen Sitz beziehen konnte. Wenn ein Gang auf's WC anstand bei der Rückkehr das ganze Prozedere nochmals. Keiner hats verstanden.