Schweden 2016 (Götakanal)

Wir gehen endlich wieder einmal ein bisschen in die Ferien. Zwar auch nur wieder ein "Kurztripp von 9 Tagen. Dafür aber mal etwas anderes als gewohnt.
Mit dem Flieger geht es am 18. August nach Göteborg. Dort gibt es eine Übernachtung und am Morgen werden wir auf einem Flussdampfer (M/S Diana) einchecken. Das Schiff wurde 1931 gebaut und ist das jüngste von 3 Flussdampfern, welche speziell für den Göthakanal gebaut wurde. Das Schiff wurde 2003 und 2012 renoviert und gehört zu den ältesten registrierten Passagierdampfern der Welt. Die Wilhelm Tham und das Schwesternschiff Juno stehen seit 2004 unter Denkmalschutz, die Diana seit 2012 und bieten jeweils Platz für ca. 50 Passagiere.
Alle 3 Schiffe sind von den Kabinen her sehr eng. Die Diana hat von den 3 Schiffen die grössten "Unterkünfte".
Wir empfehlen deshalb ganz klar die 6-Tage-Fahrt von Göteborg nach Stockholm. Vor allem müsst ihr darauf achten, dass ihr eine Kabine auf dem Brückendeck (zuunterst) bucht. Dort sind die Pritschen (Betten kann man nicht wirklich sagen) nebeneinander und nicht übereinander wie bei allen anderen Kabinen auf dem Shelter- und Oberdeck. Wir haben aber trotz der kleinen Kabine ziemlich gut geschlafen. Ohrenstöpsel sind aber auch ganz klar zu empfehlen, weil die Stromversorgung die ganze Nacht in Betrieb ist und der Generator vernehmlich rattert.

Die Fahrt selber beginnt in Göteborg am 19. August pünktlich um 10:00 Uhr im Hafen von Göteborg. Dort werden alle Gäste vom Kapitän persönlich begrüsst und die Besatzung ist dafür besorgt, dass das Gepäck in die richtige Kabine kommt. Wir müssen nur noch hinterher watscheln.
Nach dem Ablegen gibt es einen Begrüssungsapero auf dem Brückendeck mit einigen Informationen unserer Reiseleiterin.
Wir fahren zuerst einmal durch den Hafen und die Vororte von Göteborg und dann bis am nächsten Tag über noch breite Kanäle in Richtung Götakanal. Den erreichem wir am nächsten Tag gegen 15 Uhr mit der Einfahrt in die erste Schleuse. Da fängt dann die wirkliche Götaknalfahrt an. Es wird eng - ziemlich eng. Zeitweise hat das Schiff jeweils nur noch 10 cm Platz auf jeder Seite und mit dem Tiefgang ist das auch so eine Sache. Zum Teil merkt man gut, das der Kiel am Boden kratzt, weil nicht so viel Wasser im Kanal ist. Deshalb geht es bei den kritischen stellen auch nur im Schneckentempo vorwärts. Was aber der Stimmung keinen Abbruch tut, weil die Landschaft für alles entschädigt. Und es kommt ja immer mal wieder eine Schleuse oder sogar Schleusentreppen, welche für Abwechslung und Schauspiel sorgen. Schlussendlich habe wir bis nach Stockholm, wo wir 6 Tage später ankommen, 58 Schleusen durchfahren und unzählige Brücken mussten uns Platz machen.

In Stockholm haben wir dann noch 4 Nächte in einem Hotel direkt am Hafen und am Rand der Altstadt Gamla Stan logiert und unsere Kurzferien mit dem geniessen von gutem Essen, viel sensationellem Glace, Ausflügen, Lädelen (vor allem Babs) und Museumsbesuchen beendet. Am Sonntag, 28. September sind wir um 17:10 Uhr in Kloten gelandet.

Götakanal

Schloss Läckö

Motala Motormuseum

Stockholm

Link zur Schiffsreise
Götakanal-Schiffsreise