Ferien Portugal 2014 ( Algarve)

Reise und Hotel:

Aus lauter Unentschlossenheit haben wir uns ziemlich kurzfristig für die Ferien an der Algarve in der Nähe von Faro entschieden. Der Flug dauerte insgesamt etwas mehr als 3½ Stunden mit einer Zwischenlandung auf Mallorca. Danach der Transfer ins Hotel. Zum Glück haben wir keinen Mietwagen vom Flughafen aus genommen. Wir hätten den Weg niemals gefunden. Ziemlich abgeschieden gelegen und nur über abenteuerlich schmale Wege erreichbar.
Das Hotel ist mit insgesamt 50 Suiten nicht wirklich gross. Dafür verfügen diese über unendlich Platz. Wir haben 2 Schlafzimmer, 1 Aufenthaltsraum, 1 Küche mit Esstisch und ein Bad.
Das Restaurant bietet kulinarische Genüsse auf sehr hohem Niveau. Leider in einer ziemlich beschränkten Auswahl. Nach dem dritten Tag wird's als nichtfischesser schon etwas schweirig mit der Abwechslung. Mit Fisch hat man noch 2 Tage Schonfrist aber dann hat man es auch gegessen.
Hotel Suites Alba (Website):

*****

Der Klippenwanderweg:

Gleich unterhalb des Hotels gibt es einen Klippenwanderweg. Wobei die Bezeichnung Weg nur Stellenweise stimmt. Das meiste sind Trampelpfade zwischen dem spärlichen Bewuchs auf der Klippe. Dazwischen hat es schon so etwas wie geordnete Wege. Zum Teil führen die Pfade sehr Nahe an der bis über 30 Meter hohen Steilküste entlang. Für Rolf mit seiner Höhenangst nicht wirklich ein Segen. Aber der Aus- und Anblick entschädigt für vieles. Einfach nur fantastisch und zum Teil bizzar. Feine aber auch unerreichbare Sandstrände wechseln sich ab mit hochaufragenden Klippen und ausgewaschenen Höhlen.

*****

Die Stadt Lagos:

Am Samstag haben wir uns einen Mietwagen kommen lassen. Nur Wandern ist auch nicht wirklich das wahre. Wir wollten auch mal noch etwas mehr sehen und erleben. Mit dem Fiatli haben wir dann einen Ausflug nach Lagos gemacht. Eine Stadt westlich von Carvoeiro gelegen. Nicht so wirklich der Brüller, aber doch noch irgendwie interessant. Vor allem die mit Fliesen belegten oder in abenteurlichen Farben gestrichenen Hausfassaden.

*****

Die Ponte de Sagres:

Nach unserem Bummel durch Lagos haben wir uns dann kurzfristig dazu entschlossen, den Südwestlichsten Punkt von Europa zu besuchen. Den Lechtturm von Sagres. Dort sind die Klippen bis zu 60 Meter hoch und fallen Senkrecht in die Tiefe. Auf der äussersten Klippe steht ein über 150 Jahre alter Leuchtturm. Sein Licht ist das stärkste in Europa und über 90 km weit zu sehen. Weil wir schon ziemlich spät dran waren, hatten wir das Glück einen traumhaften Sonnenuntergang zu erleben.

*****

Burg der Mauren in Silves:

Am Sonntag haben wir das Hinterland der Algarve ein wenig erkundet. Zuerst die Stadt Silves. Nciht wirklich sehenwert, wenn da nicht die einzige erhaltene Burg der Mauren stehen würde. Die war riesig. Schade nur, dass der Unterhalt nicht so wirklich funktioniert und das ganze ein wenig unaufgeräumt wirkt. Aber im grossen und ganzen recht impossant.
Danach gings durch traumhafte Hügel auf einsamen Strassen ohne Verkehr und teilweise auch ohne Teerbelag (Schotterpiste) bergauf und bergab weiter. Leider war unsere Karte nicht wirklich aussagekräftig und deshalb mussten wir vielfach auf gut Glück irgendwelche Abzweigungen wählen. Das führte auch dazu das wir manche Sackgasse erkundeten und wieder umkehren mussten. Gegen Abend auf dem Heimweg noch schnell in ein Shopping Center und kurz was einkaufen. Wieder im Hotel haben wir uns einen Burger mit Pommes auf das Zimmer kommen lassen.

*****

Sonnenuntergang bei Albandeiros:

Die Sonnenuntergänge sind Traumhaft. Auch von den Klippen unterhalb des Hotels sind sie schön anzusehen.

*****

Die Atlantikküste bei Bandeiros:

Am Dienstag haben wir beschlossen einmal die westliche Atlantikküste zu erkunden. Eine etwas weitere Fahrt. Nach etwas Sucharbeit haben wir dann fast per Zufall den Weg an die Klippen gefunden. Der Anblick war fantastisch. Ebenso der Wind, der vom Meer her in ungeahnter Stärke geblasen hat. Zum Glück hatten wir unsere Winddichten Jacken im Auto, sonst wäre es schon etwas kühl geworden. Das Meer brandete mit Urgewalt an die Felsen. Es war ein phänomenales Erlebnis. 

*****

Die Sandalgarve (im Osten):

Dieser Teil hat uns nicht so wirklich gefallen. Einige grössere Ortschaften, aber nicht wirklich interessant und sehenswert. Jeweils ein wenig Altstadt und ab und zu ein Teil von ehemaligen Festungsmauern. Das wars dann auch schon. Wir haben beschlossen, dass wir uns wieder dem Westteil (Felsalgarve) zuwenden und uns dort noch ein wenig verlustieren.

*****

Zum Schluss:

Das Hotel und die Küste haben uns sehr gut gefallen. Natürlich auch, dass es Anfangs November noch um die 20° warm und sonnig gewesen ist. Die ersten beiden Tage war es sogar 25° heiss. An der Küste ist es selten Windstill und an der Westküste bläst ein doch eher rauher Wind. Das Personal im Restauranz spricht ziemlich gut Deutsch. Leider kann man das von der Reception nicht behaupten.
Das Autofahren in Portugal ist völlig problemlos und die Strassen meist gut ausgebaut. Zum Teil muss man sich über Schotterpisten fortbewegen. Die Autobahnen sind Mautpflichtig und deshalb ziemlich leer.
Da wir nicht für alle Orte eine Bilderliste machen können, nachfolgend noch einige Bilder einfach so.

Am letzten Tag haben wir aus lauter Glück unterhalb des Hotels vor den Klippen noch eine Delphinschule vorbeiziehen gesehen und mit dem Handy ein Video gemacht. Leider ein bisschen weit weg.
Youtube-Link